Liebe Leser/🦠nnen,

schön, dass Sie vorbeigucken. Wie geht es Ihnen?
Kommen Sie einigermaßen klar zuhause und mit der Situation?

Sind Sie auch infiziert mit dem Corona-Fieber? Können Sie auch nicht abschalten?
Es ist schwer dieser Tage, die richtige Dosierung an Medien zu genießen.
Die Deutschen sind pessimistisch gestimmt, was die Zukunft betrifft.
In Umfrageergebnissen spiegelt sich wider, dass viele die Meinung
der Bundeskanzlerin teilen, die Corona-Krise sei die schwerste Krise der Nachkriegszeit.

Mein Tipp: Halten Sie Abstand. 

Nicht nur von den Mitmenschen sondern auch von negativer Berichterstattung,
Pessimismus, Angst und Ohnmachtsgefühlen. Es nützt niemandem, wenn es uns schlecht geht.
Auch wenn das “normal” ist, angesichts der aktuellen Weltlage. Wir haben derzeit keine wirkliche
Kontrolle über das Geschehen. (sonst wahrscheinlich aber auch nicht – vermutet Frollein B.)
Sinn macht, sich gut um die Dinge zu kümmern, die SIE kontrollieren können.
Eine positive Struktur für den Tag, so wenig zusätzlichen Stress wie möglich,
weniger Internet, mehr Gegenwart, frische Luft, …. und vor allem:
gute Ernährung


Bewegung und Verbundenheit mit denen, die Ihnen am Herzen liegen.
Und bitte niemals den Humor verlieren.
Klingt banal – ist aber umgesetzt klug und rettet mehr als Ihren Tag.
Ich denk ganz fest an Sie
♥️

Ihr Frollein B.

Frollein B.

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Mittwoch, 25.03.2020

App der Berliner Charité hilft bei Corona-Verdacht

Halsschmerzen, Husten und Fieber: Ist das einfach nur eine Erkältung, die Grippe oder vielleicht doch der Coronavirus? Und soll man zu einem Arzt und sich auf COVID 19 testen lassen? Um verunsicherten Bürger*innen bei dieser Entscheidung zu helfen, hat die Berliner Charité in Kooperation mit der gemeinnützigen Potsdamer Organisation Data4Life eine App entwickelt. Der Online-Test der CovApp ersetzt zwar keinen Arzt, liefert aber Handlungsempfehlungen. Dazu müssen 26 Fragen beantwortet werden, etwa zum Alter, Wohnsituation, Reiseverhalten und Kontakten, zum Gesundheitszustand sowie Vorerkrankungen und Impfungen.
Wenn ein Gespräch mit einem Arzt notwendig sein sollte, kann man die Antworten über einen QR-Code einscannen und anonym an die Charité übermitteln. Außerdem bietet die App auch Informationen, wie das Infektionsrisiko reduziert werden kann.

50 Prozent weniger Staus auf Autobahnen

Die Autobahnen sind als Folge der Corona-Krise deutlich leerer. In Hessen meldete der ADAC etwa einen Rückgang um 88 Prozent im Vergleich zur vergangenen Woche. Auch in Bayern zählte der ADAC bereits vergangene Woche 50 Prozent weniger Staus. Nur an den Baustellen und den Grenzübergängen gebe es weiterhin längere Staus wegen der dort stattfindenden Kontrollen. Der Verkehr – und somit auch der Stau – auf den Autobahnen dürfte wegen der Ausgangsbeschränkungen und Homeoffice-Regelungen sogar noch weiter sinken.

Bayern, Berlin und NRW nehmen Corona-Patient*innen aus Italien auf

Nachdem die Länder Sachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland bereits Corona-Patient*innen aus Italien aufgenommen haben, wollen dies nun auch Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin tun, um das besonders von der Krise gebeutelte Land zu unterstützen. Der Berliner Bürgermeister Michael Müller kündigt am Dienstagabend in einer Talksendung des Senders RBB an: „Solidarität macht nicht an der Stadtgrenze halt. Wir wollen helfen und Patienten aus Italien aufnehmen. Darüber habe ich heute mit dem Charité-Chef gesprochen.“

#WeKickCorona sammelt über drei Millionen Euro

Die Initiative der Fußballnationalspieler Joshua Kimmich und Leon Goretzka hat mittlerweile laut eigenen Angaben „mehr als 3 Millionen Euro für karitative Einrichtungen gesammelt“. Bisher seien zudem in Form von Soforthilfe 21 Organisationen unterstützt worden, ist der Spenden-Website zu entnehmen.

Tipps für den Umgang mit dem aktuellen Stress

Das Team des E-Mental-Health-Unternehmens HelloBetter hat zehn unkomplizierte Empfehlungen gesammelt, die dabei helfen sollen, besser mit akuten Ängsten und Sorgen umzugehen. „Klar gesagt: Wir alle müssen aufpassen, dass wir beim Schutz unserer körperlichen Gesundheit unsere psychische Gesundheit nicht vernachlässigen.“

 

Dienstag, 24.03.2020

Alkoholhersteller helfen bei Engpässen von Desinfektionsmittel

Jägermeister, Klosterfrau und andere Alkoholanbieter helfen bei Engpässen von Desinfektionsmittel aus. Der Spirituosenhersteller Jägermeister etwa stellt dem Klinikum Braunschweig 50.000 Liter Alkohol zu Herstellung des Mittels zur Verfügung, wie die Klinik mitteilte. Das Kölner Unternehmen Klosterfrau Healthcare (früher Klosterfrau Melissengeist) will 100.000 Liter Desinfektionsmittel an das Land Nordrhein-Westfalen spenden. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags. Schon kommende Woche wolle das Unternehmen 150.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel spenden. Insgesamt gebe Klosterfrau 500.000 Flaschen. Bereits vergangene Woche hatten mehrere Schnapsbrennereien ähnliche Spenden und Unterstützung angekündigt, weil die Nachfrage nach den Mitteln gestiegen war und es Lieferschwierigkeiten gibt.

Beziehungsstress wegen Lagerkoller? Uni Zürich bietet Hilfe an

Um Beziehungsstress in Corona-Zeiten zu minimieren, bietet die Universität Zürich ein kostenloses Online-Training an. „Ziel ist es, Paarbeziehungen in Zeiten von Stress zu stärken und die gegenseitige Unterstützung zu stärken“, teilte die Universität am Dienstag mit. Das Programm entwickelte der Psychologe und Verhaltenstherapeut Guy Bodenmann. Das gemeinnützige Programm Paarlife der Universität, das Hilfe zur Beziehungspflege gibt, will in Kürze auch kostenlose Online-Coachings mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten anbieten.

Wenn Paare und Familien den ganzen Tag zuhause auf engem Raum leben, könne das Spannungen erhöhen, schreibt die Universität. Dazu kämen Unsicherheit, Ängste und Schwermut. „Das Online-Training soll Paaren Impulse geben, um die Zeit zu zweit möglichst stressfrei und positiv zu gestalten und die gegenseitige Unterstützung zu fördern“, so die Universität. Für das Training stellt sie kurze Videos zur Verfügung, die zeigen, wie Paare gut kommunizieren, Probleme lösen und sich gegenseitig unterstützen können.

Corona-Patient*innen aus Italien in Sachsen gelandet

Der Freistaat Sachsen unterstützt Italien im Kampf gegen das Coronavirus. Heute ist eine Gruppe von Corona-Patient*innen aus Italien am Flughafen Leipzig-Halle gelandet, um in sächsischen Krankenhäusern behandelt zu werden. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte, man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man dadurch lernen, mit dem Virus umzugehen.

Den Blick weiten: Begrüßung ohne Berührung

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, verzichten wir derzeit auf Händeschütteln oder Umarmungen. Manche greifen auf das Anstupsen mit Ellenbogen oder Füßen zurück. Auch unabhängig von COVID-19 begrüßen sich viele Menschen weltweit ohnehin auf ganz anderem Weg. Die aktuelle Situation ist also ein guter Anlass, um den Blick zu weiten und sich kulturell etwas zu sensibilisieren. National Geographic hat einige Begrüßungen gesammelt. Hier kann man etwa nachlesen, was etwa tatsächlich hinter dem Wort „Namaste“ und der entsprechenden, Tausenden von Jahre alten „mudra“-Geste (den nach oben zeigenden, aneinandergepressten Handflächen) steckt. Und dazu gehört jenseits von unangebrachter kultureller Aneignung in westlicher Popkultur Respekt und Dankbarkeit.

Hilfsgelder für die Wirtschaft sollen ab nächster Woche fließen

Die geplanten Hilfen für die Unternehmen sollen nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sehr schnell fließen. Er hoffe, dass die Gelder in der nächsten Woche zur Verfügung stehen, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in der ARD. Er verwies darauf, dass Anfang April für viele wieder Mietzahlungen fällig werden. Nach dem Kabinettsbeschluss vom Montag soll der Bundestag schon am Mittwoch im Schnellverfahren mehrere Gesetzesvorhaben beschließen und auch eine Notfallregelung für die Schuldenbremse in Kraft setzen, die dem Bund neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro ermöglicht.

Der Bund arbeite mit den Ländern unter Hochdruck an einer Vereinbarung über die Umsetzung, sagte Altmaier. Nicht in jedem Bundesland werde die gleiche Behörde zuständig sein. Er hoffe aber, dass man Mitte der Woche sagen könne, wohin man sich in welchem Bundesland mit der Bitte um Hilfen wenden könne. Der Bund setze auf ein unbürokratisches Verfahren und Anträge auf elektronischem Wege. „Wir werden vieles, was an Voraussetzungen notwendig ist, gar nicht sofort überprüfen können und wollen, damit es schneller geht”, betonte der Wirtschaftsminister.

Montag, 23.03.2020

„Gabenzäune“ helfen obdachlosen Menschen

In vielen deutschen Städten gibt es jetzt „Gabenzäune“ für obdachlose Menschen. Sei es in Berlin, Bochum Hamburg oder Leipzig: Hilfsbereite Menschen hängen Tüten mit Spenden an Zäune. So geben sie Essen, Hygieneartikel, saubere Kleidung oder Decken an Obdachlose weiter. Neben den Tüten hängen Zettel mit Botschaften. Auf einem Berliner Zaun steht etwa: „Lieber Mensch* ohne Zuhause bitte nimm dir was du dringend brauchst vom Gabenzaun“.

Kubanische Ärzte landen in der Lombardei

Eine medizinische Delegation mit 52 Ärzten ist am Wochenende in Mailand eingetroffen. Sie werden ihre italienischen Kolleg*innen in den überlasteten Krankenhäusern bei der Behandlung von Patienten unterstützen. Auch Pflegepersonal gehört zu der Delegation. „Wir sind aus Solidarität mit den Italienern hier“, sagt einer der Ärzte nach der Landung.

Bogotá verwandelt Straßen in Fahrradwege

Die kolumbianische Hauptstadt Bogotá hat schon seit vielen Jahren mit einer starken Luftverschmutzung zu kämpfen, die Mensch und Umwelt schadet: Fahrradfahrer*innen gehören in der südamerikanischen Metropole nur sehr selten zum Stadtbild. Aufgrund der Coronakrise gab die Stadt diese Woche 117 Kilometer Hauptverkehrsstraße für den Fahrradverkehr frei und hofft nun, dass viele Menschen auf das Rad umsteigen. Die Maßnahme soll verhindern, dass die Menschen dicht gedrängt in den Bussen stehen und sich dadurch mit dem Virus infizieren. Schon jetzt beginnt nach Angaben der Regierung der Stadt der Autoverkehr drastisch zu sinken.

Kostenloses Lernmaterial in der Mediathek

Beim digitalen Lernangebot „Schule daheim“ von Bayerischem Rundfunk (BR) und dem bayerischen Kultusministerium können jetzt auch Grundschüler*innen von zuhause aus lernen: Die Inhalte gibt es in der BR-Mediathek.  Bald sollen sie auch beim Infoportal „Mebis“ abrufbar sein. Bisher gab es das digitale Lernangebot nur für ältere Schüler*innen von Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und anderen weiterführenden Schularten. Wegen der Schulschließungen aufgrund des Coronavirus seien nun auch für jüngere Schüler*innen Videos, Audiobeiträge und Leseseiten online, teilte der BR mit. So sollen auch sie daheim lernen können, sei es für Deutsch, Heimat- und Sachkundeunterricht, Musik, Religion und Ethik.

Samstag und Sonntag, 21./22.03.2020:  

#WirVsVirus: Regierung will Hackathon-Ergebnisse schnell umsetzen

Die Bundesregierung hat zugesagt, die besten Ideen und Lösungsansätze aus dem Hackathon #WirVsVirusmöglichst zügig umzusetzen. An dem 48-stündigen Event hatten knapp 43 000 Menschen teilgenommen, um Apps und andere Lösungen zur Bewältigung der Corona-Krise zu programmieren und zu gestalten. „Das war offenkundig der größte Hackathon, der jemals weltweit durchgeführt wurde”, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Sonntagabend. Die Teilnehmer aus dem In- und Ausland hätten sich bereiterklärt, eigene Ideen einzubringen und Maßnahmen gegen den Virus zu ergreifen.

„Unser Land und die ganze Welt ist in einer ernsten Lage”, sagte Braun. „Und dass so viele freiwillig mithelfen, die Dinge zu tun, die die Bundesregierung alleine nicht geschafft hätte, ist wirklich toll.” Die Teilnehmer hatten knapp 2000 Projekte das Wochenende über bearbeitet. Rund 100 Projekte davon seien aus der Bundesregierung gekommen. Bis zum kommenden Wochenende soll nun eine Jury die besten Projekte auswählen.

Umfangreiche Solidaritäts- und Beschäftigungs-Tipps von SEND-Mitgliedern

Das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland, kurz SEND, hat seine Mitglieder gefragt, wie man sich solidarische verhalten kann und gleichzeitig die Ausbreitung des Virus verhindern kann. Unter dem „Gemeinsam Wirken“ sind viele Tipps etwa zu den Themen Nachbarschaftshilfe, Mental Health und Einsamkeit und Online-Education zusammengekommen. Hier geht’s zum Überblick.

US-Konzern 3M baut Produktion von Atemmasken massiv aus

Der US-Mischkonzern 3M will seine Produktion hochwertiger Atemschutzmasken vom Typ N95 innerhalb eines Jahres auf eine Stückzahl von zwei Milliarden verdoppeln. Seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie sei die Produktion bereits auf 1,1 Milliarden Masken pro Jahr ausgeweitet worden, erklärte der Vorstandsvorsitzende Mike Roman am Sonntag. Zudem würden in Zusammenarbeit mit der Regierung Kooperationen geprüft, die Produktion mit Hilfe anderer Firmen noch weiter anzukurbeln. Mehr als 500.000 Atemschutzmasken seien jetzt auf dem Weg in die am schwersten betroffenen Gebiete in den USA, in die Bundesstaaten New York und Washington, erklärte er.

Dildo-Taxi in Duisburg unterwegs

Eigentlich war die Sache nicht ernst gemeint: Die Inhaberin des Frauenerotikgeschäfts „Pussy Pleasure“ bot via Facebook ein Dildo-Taxi an. Bestellungen häuften sich, viele fanden die Idee gut. Also setzte Silke Heimsoth das ganz in die Tat um. Kondome werden allerdings nicht geliefert.

Freitag 20.03.2020:

Die Krise als Chance für mehr Nachhaltigkeit

Brot und Waschmittel selber herstellen oder Kefir züchten: Wer wegen der Corona-Krise fast den ganzen Tag in der eigenen Wohnung verbringt, hat mehr Zeit, kreativ zu werden. Auch wenn im Supermarkt schon wieder das Klopapier leer gekauft ist, stellt sich die Frage: Was jetzt? Und geht es nicht sowieso viel umweltfreundlicher? (Ja, zum Beispiel mit einer Po-Dusche!) Die Krise könnte also auch eine Chance sein: Um langfristig umzudenken, weniger Ressourcen zu verschwenden und wieder mehr selbst herzustellen. Mehr Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag gibt es auf enorm.

Doppelt so viele Bedingungslose Grundeinkommen

Der gemeinnützige Verein Mein Grundeinkommen e.V. verlost doppelt so viele Grundeinkommen. Normalerweise werden sobald 12.000 Euro per Crowdfunding gesammelt wurden, Bedingungslose Grundeinkommen verlost: 1.000 Euro monatlich, ein Jahr lang – ohne Bedingungen. Jetzt werden am 1. April bei der Verlosung #HelfenStattHamstern für ein halbes (statt einem ganzen) Jahr doppelt so viele Grundeinkommen, nämlich 30 Stück verlost.
Der Verein will das Bedingungslose Grundeinkommen erforschen und öffentlich darauf aufmerksam machen. An der Verlosung kann jede*r teilnehmen, kostenlos.

Auch auf enorm: Maßnahmen in Coronakrise. Neue Debatte über Bedingungsloses Grundeinkommen

Kinofilme vorzeitig streamen

Die Kinos schließen wegen der Corona-Krise. Was heißt das für Filme, die gerade erst angelaufen sind oder bald anlaufen sollten? Viele haben jetzt Deals mit Streamingdiensten wie Amazon Prime Video, iTunes und Co. geschlossen und feiern ihre Premieren schon früher als geplant online. Die enorm Redaktion hat eine Auswahl für euch zusammengestellt.

Hilfe für obdachlose Menschen

Berlin will obdachlosen Menschen mit einer Art „Rettungsschirm“ helfen. Den Menschen sollen mehr Unterkünfte, auch tagsüber, angeboten werden, dadurch soll auch das Infektionsrisiko minimiert werden.
Besonders obdachlose Menschen sind gerade von der Krise betroffen. Weniger Passant*innen bedeuten weniger Spenden, Kleiderkammern sind geschlossen. Außerdem laufen bis Ende März die Angebote der Kältehilfe aus oder werden vorzeitig wegen der Corona-Krise geschlossen, Obdachlose können dort nicht mehr übernachten. Die neuen Angebote sollen daher ab dem 1. April greifen.

World Happiness Report: Glück ist auch ansteckend

Die Corona-Krise könnte einen positiven Wandel anstoßen. Das glauben Expert*innen, die heute den achten World Happiness Report veröffentlicht haben. Das Ranking listet 150 Länder weltweit nach dem Grad des dort gemessenen Wohlbefindens. Gerade soziale Unterstützung und Zusammenhalt sind für das Wohlbefinden fundamental. Mit Blick auf die Corona-Krise sagt Co-Autor des Reports Professor Richard Layard dem Guardian: „Um da durchzukommen, müssen wir ein höheres Maß an sozialer Verantwortung entwickeln. Wenn manche Menschen in Quarantäne sind, müssen sie andere unterstützen.“ Seine Hoffnung: Unsere Gesellschaft könnte sich dadurch schneller von einer „atomisierten“ zu einer viel fürsorglicheren wandeln. WhatsApp-Gruppen, die isolierten Menschen beim Einkaufen helfen, sind da nur ein Beispiel.

Berlin startet Gutschein-Initiative, um Restaurants, Bars und Läden zu retten

Die Initiative Helfen.Berlin soll dafür sorgen, dass Berliner Bars, Clubs, Läden, Museen und Restaurants nicht durch die Corona-Krise pleite gehen: Ab heute Abend um 18 Uhr kann man auf der Plattform Gutscheine für bereits 100 angemeldete Locations kaufen, die eingelöst werden können, sobald diese wieder geöffnet haben. Wer selbst sein Lieblingsrestaurant oder seine Lieblingskneipe unterstützen will, der wird von der Initiative gebeten, die jeweiligen Geschäftsführer*innen auf die Seite aufmerksam zu machen: Alle betroffenen Läden können dann dort um Aufnahme bitten.

Wofür leben Sie?
Charlie Haden sagte einmal: “We’re here to bring beauty to the world and make a difference on this planet. That’s what art forms are about.” Das empfinde ich für mein Leben genauso. Ich würde noch neben die Schönheit die Liebe und die Wahrheit stellen.

Ist das nicht ein bisschen müßig angesichts einer Welt, in der ein Großteil der Menschen rastlos, ratlos, orientierungslos und geistlos lebt und Phänomene wie Trump Realität sind?
Da gibt’s einen schönen kleinen Animationsfilm, den ich gefunden habe.
Besser könnt ich nicht drauf antworten.

Wenn’s also das Paradies sein soll: Wo möchten Sie leben?
Im Frühling und Sommer am Stadtrand in einem Haus mit einem großen Garten – und im Herbst in New York. Und vielleicht bald im Wald.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Früh morgens in der Dämmerung aufbrechen zu einer größeren Reise, mit leisem Kribbeln im Bauch und Lust auf Abenteuer. Jedesmal wenn ich mir treu bleibe und damit ein Stück Freiheit und Wahrhaftigkeit verteidigen kann. Ein dickes Schnittlauchbrot mit Tomate mit schmutzigen Pfoten nach einem anstrengenden Gartentag. Jede Art von absurdem Witz zu unpassendsten Gelegenheiten. Morgens brav zum Laufen um den See starten und 3 Stunden später verstrubbelt aus dem Wald kommen mit 20 Steinpilzen im Sweatshirt. Sonntags im Bett bleiben, bei Regen tschechische Kinderfilme gucken, morgens leise zwischen meinen Blumen sitzen und lauschen, mit Menschen, die ich liebe, zu lachen, immer wieder überrascht zu werden und natürlich mit allen Sinnen zu genießen.

Welches war Ihr Lieblingsfach/-gebiet im Philosophie-Studium?
Metaphysik. Mein Professor (Béla Weissmahr) war Ungar und dozierte hingebungsvoll mit entsprechendem Akzent: “Das Seyn ist! Das Nicht ist nicht.” Er war ein leidenschaftlicher Verfechter der transzendentalphilosophischen Metaphysik. Wir haben uns großartig verstanden. Leider lebt er nicht mehr.

Haben Sie Marotten?
Jede Menge, sagen (auch) meine Kinder. Sie nennen mich daher “grattlig”. Das ist aus ihrer Sicht aber ein Kompliment. Ich bin da nicht so überzeugt.

Ihr Haus brennt. Welche drei Dinge nehmen Sie mit?
Meine Töchter und die Katze. Der Rest war sowieso nur Schall und Rauch.

Ihr Lieblingsmaler?
René Magritte

Welche Eigenschaften schätzen sie bei einem Mann am meisten?
Es ist eine Kombination aus verschiedenen Eigenschaften:
Wahrhaftigkeit, ein großes Herz, Klugheit, Witz, Charme und Treue.

Ihre Lieblingstugend?
Kreative Versponnenheit

Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Herumwurschteln in Haus und Garten und mich kreativ zu verlieren
ins fotografieren und schreiben

Wer oder was hätten Sie gern sein mögen?
manchmal ein Vogel, manchmal ich, oft ich nicht

Ihr größter Fehler?
Ungeduld und zu glauben, man kann alles
aus eigener Kraft bewältigen

Ihr Traum vom Glück?
Da gibt’s eine Kammer, da ist der drin.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Da gibt’s keine Rangliste. Verzeihen lernen ist wichtiger.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Menschen, die ich liebe, zu verlieren.

Was möchten Sie sein?
(manchmal) erleuchtet, sorgenfrei, gelassen, gesund

Ihre Lieblingsfarbe?
smaragdgrün

Ihre Lieblingsblume?
Im Moment Wicken, Rosen und Verbenen

Ihr Lieblingsvogel?
Da gibt’s zwei. Einer ist Mensch. Einer Vogel.
Beide heissen Amsel.

Ihr Lieblingsschriftsteller?
William Shakespeare

Ihr Lieblingslyriker?
R.M. Rilke

Was verabscheuen sie am meisten?
Lügen, Verantwortungslosigkeit und Feigheit.

Welche geschichtlichen Gestalten verabscheuen Sie am meisten?
Kim Jong II, Robert Mugabe, Mao Tse-Tung, Hitler

Welche Reform bewundern Sie am meisten?
die Rechtschreibreform ist die einzige, die ich kenne und die fand ich blödsinnig

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Ich möchte fliegen können.

Wie möchten Sie gern sterben? 
In den Armen des Liebsten auf dem Lotterbett

Ein letzter Satz?
Ich fragte:
Wie lange lebt eine Rose?
Die Knospe sah mich an
und lächelte nur.

12 thoughts on “ungebändigt

  1. Ick liebe Ihren Scharfsinn Fröllein Blüml, auch in trüben Zeiten Ihren schwarz jelackten Galgenhumor, Ihre fein janz zarte Seele, die ick hier wie immer rieche in den klugen Zwischentönen.

  2. Ist das hier genial zusammengestellt ein “König im eigenen Land” zu sein – besser könnte man diese beschriebene innere Stille und Frieden, die Muse, visuell, akustisch und vor allem zwischen den Zeilen ganz hauchfein nicht einfangen und darstellen. Wow!

  3. Liebe Sonja,

    bei Vielem gehe ich mit, besonders bei Rilke und dem im Stehen Pinkeln…
    Und die Kammer mit dem Traum vom Glück.
    Das Glück IST auch manchmal eine Kammer.

    Einen sonnigen Tag wünscht Sabine

  4. Liebes Frollein,
    voller Vorfreude schaue ich jeden Tag auf Ihre Seite und sehe nach dem Highlight des Tages! Jetzt stehen die Damen aber schon lange da. Können die noch stehen? Die anderen Seiten habe alle Adventskalender. Und was is bei Erna?
    Ihnen einen schönen Advent

    Ihre Aphrodite Pschessina!

      • Also mein liebes Frollein,
        so haben wir aber nicht gewettet. Sich immer mit Weihnachten rausreden und alles auf uns Alte schieben. So geht das nicht. Damals konnten wir uns auch nicht verstecken, da hieß es Kopf hoch, Ärmel hochgekrempelt und los ging´s. Mit uns Trümmerfrauen hatte ja auch keiner Mitleid, genau so wie das Bild bei Ihnen. Also weiter so. Und keine Schwäche zeigen.
        Grüße Aphrodite

        • Liebe Frau Pschessina,
          ein sehr guter Arzt und Freund, leider schon verstorben,
          hätte jetzt auf Ihren Kommentar hin bemerkt:
          “Die is noch vom alten Schlag, a Trümma Weib hald!”
          Das hat nichts mit Krieg zu tun, sondern mit Fränkisch und war
          als aufrichtiges Kompliment gemeint.
          Und überdies: Frollein B. hat sich erbarmt und das
          Highlight heute selbst gezeichnet.
          Ehrerbietend, PrivatSekretär von Frollein B.

  5. Liebe Muggy,

    schön, daß du Dich hier so engagierst. Für jeden was dabei, Audio, Video, Comedy, Kultur. Kann man immer mal ein bisschen schmökern. Werde gerne hier vorbei schauen….

    Tom

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